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Formationen von "communitas"

11.05.2012

Formationen von "communitas" im umkämpften Raum der Globalisierung

Mittwoch, 16. Mai 2012 --18.00 Uhr -- Schloss (O 135)


Formationen des Globalen sind u.a. deshalb eine Herausforderung, weil sie andere Formen der Interaktion zwischen lokal- und weltbezogener Prozessen verlangen. Konzepte wie Netzwerke (Deleuze, Latour) oder Ströme (Appadurai) haben bislang die Dynamik der Formation globalisierter Gesellschaften beschrieben. Darüber hinaus reagierte die politische Philosophie gegen Tendenzen zur Refundamentalisierung von Gruppenidentitäten (Ethnie oder Nation) mit einer offenen Konzeption von Gemeinschaft (Nancy, Blanchot, Agamben bzw. Empire von Hardt und Negri). Doch wird die utopische Dimension von Netzwerktheorien und des Kommunitarismus problematisch, wenn man derartige Ansätze auf den Prüfstein der Biopolitik im Zusammenhang mit globalen Netzwerken wie die der Camorra oder des Narcotráfico stellt. Der Vortrag reflektiert darüber mit Bezug auf Heidegger und Roberto Esposito.

Prof. Vittoria Borsò lehrt heute als Inhaberin des Lehrstuhls für Romanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihr akademischer Werdegang, der von Stationen in Duisburg, Freiburg und dem Süden der USA geprägt ist, fand seinen Anfang aber in Mannheim. Hier wurde Frau Borsò 1985 promoviert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen: „Materialität und Produktion: Differenz und Übergänge zwischen Texträumen und Bildakten“, „Iberian Postcolonialities: A Metahistory of Material Practices of Power“ oder auch „Biopolitik, Bio-Poetik und Epistemologie des Lebens in Literatur und visuellen Medien“. Im Rahmen dieses letztgenannten Forschungsprojekts interessiert sie sich besonders für Roberto Esposito und dessen Konzept der „communitas“. Frau Borsò trägt am 16. Mai Ergebnisse aus dieser Forschung vor und adaptiert sie auf Fragen der Globalisierung.

Grenzüberschreitende Medienkommunikation

23.04.2012

Grenzüberschreitende Medienkommunikation
Sonderband Nr. 2 aus der Reihe Medien- und Kommunikationswissenschaft

herausgegeben von Prof. Dr. Hartmut Wessler, und Prof. Dr. Stefanie Averbeck-Lietz

erschienen bei der Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden, 2012

ISBN 978-3-8329-7395-7

Immer mehr medienvermittelte Kommunikation überschreitet, überwindet oder unterminiert nationale und kulturelle Grenzen.Der Sonderband liefert eine Zwischenbilanz der Forschung zur grenzüberschreitenden Medienkommunikation im deutschsprachigen Raum. Er versammelt transnationale und transkulturelle Ansätze und präsentiert Befunde über Medienstrukturen und -strategien, Medienproduktion und -inhalte, Mediennutzung und -wirkung sowie Theoriebildung. Er macht deutlich, in welcher Weise die Forschung zur grenzüberschreitenden Medienkommunikation selbst transnational und transdisziplinär vernetzt ist, und eröff net Ausblicke auf zukünftige Forschungsthemen.

Mit Beiträgen von: Andreas Hepp, Klaus-Dieter Altmeppen/Matthias Karmasin/Bøjrn von Rimscha, Manuel Puppis/Matthias Künzler/Ofried Jarren, Michael Brüggemann, Anke Offerhaus,Jürgen Gerhards/Mike S. Schäfer, Manuel Adolphsen/Julia Lück, Thilo von Pape/Thorsten Quandt/Michael Scharkow/Jens Vogelgesang
und Daniela Schlütz

Narrative travels across the world

10.04.2012

Narrative travels across the world: a search for new concepts and methods

Mittwoch, 09. Mai 2012 -- 15.30 Uhr -- Schloss (EW 165)


In this lecture Dr. Eleftheria Thanouli would like to scrutinize a series of concepts introduced by Dudley Andrew (2004, 2010), Franco Moretti (2000, 2003) and Joseph Straubhaar (2007) among others, in order to unveil the hidden assumptions beneath the use of terms such as atlas, map, center and periphery and asymmetrical interdependence. Her aim is to examine the extent to which these concepts do justice to the complex and unpredictable travels of the cinematic forms. Finally, she would like to dwell on the metaphor of the ‘network' and develop a rationale for its conceptual value for the cartography of world cinema in both its contemporary form and the various forms it has taken in the course of its history.

Eleftheria Thanouli is an Assistant Professor in Film Theory at the Film Department at Aristotle University of Thessaloniki. Thanouli is the Author of the book: "Post-Classical Cinema. An Internatinal Poetics of Film Narration", which was published in June 2010.

 

Notions of Embodiment in Slumdog Millionaire

20.03.2012

Igor Krstic ist vom 25. - 27. Mai 2012 nach Rumänien auf die Konferenz: The Cinema of Sensations der Sapientia University of Transylvania eingeladen. Er hält dort den Vortrag: Notions of Embodiment in Danny Bolye's Slumdog Millionaire (2008).
Embodiment (oder embodied cognition) ist eine These aus der neueren Kognitionswissenschaft, nach der Intelligenz einen Körper benötigt, also eine (partizaptorische) körperliche Interaktion mit der Umwelt voraussetzt. Herr Krstic wird in seinem Vortrag über Danny Boyle's Slumdog Millionaire versuchen aufzeigen, wie der Film diese Auffassung nicht nur präsentiert, sondern auch performativ umzusetzen versucht.

The Transcultural Novel

06.03.2012

Melanie Pooch ist auf die 2012 MELUS and USACLALS Joint Conference eingeladen, die vom 19. bis 22. April in San José, Kalifornien, stattfindet. Thema der Veranstaltung ist "Ethnic Literatures and Transnationalism". Der Vortrag, den Frau Pooch halten wird, trägt den Titel: "The Transcultural Novel: Multi-Ethnic Literature and the Global City of Los Angeles".
In ihrem Vortrag fungieren sowohl der europäische Diskurs über Transkulturalität als auch das vornehmlich lateinamerikanische Konzept der Transkulturation als Ausgangspunkt, um die Diskussion auf einen neuen Kontext zu lenken: Transkulturelle Literatur der Globalstadt Los Angeles.
Die Effekte der Globalisierung manifestieren sich auch in zeitgenössischer Globalstadtliteratur. Karen Tei Yamashitas Tropic of Orange konzentriert sich nicht nur auf eine oder zwei verschiedene Ethnien, sondern versucht, verschiedene Kombinationen von kulturellen Identitäten in Betracht zu ziehen. Die für jeden Protagonisten des Romans gleichberechtigte Kapitelaufteilung und die dazu passenden, individuellen Erzählstimmen gehen einen Schritt weiter als Modelle der innerethnischen Homogenisierung und gleichzeitigen interkulturellen Abgrenzung. Yamashita kreiert einen globalen „dritten Raum", der die urbane Komplexität des kulturellen Knotenpunkt Los Angeles illustriert. Damit hinterfragt sie nicht nur die gängigen nationalen oder ethnischen Kategorisierungen, sondern überschreitet diese auf eine literarisch-kreative Art.

Medieval Counts of Barcelona

06.03.2012

Daniel Wimmer hält am 14. April auf Einladung zur Konferenz "Nationizing the Dynasty - Dynastizing the Nation" der University of California in Los Angeles den Vortrag: "The Image of the Medieval Counts of Barcelona as ‘Fathers of the Nation' in the Present-Day Nationalist Self-perception of Catalonia".

Charismatic Teachers in Popular Culture

06.03.2012

Eric Hendriks ist zur internationalen Konferenz "The Power of Charisma" an der Humboldt-Universität zu Berlin eingeladen. Die Veranstaltung, auf der Herr Hendriks den  Vortrag "Self-Help Gurus: Charismatic Teachers in Popular Culture" hält, findet am 22. und 23. März statt.
In seinem Vortrag wird er argumentieren, dass auch die aktuelle Forschung zum Status von Popularwissen in den Massenmedien sowie von globaler Popularkultur, und genauer die vielfältige Konkurrenz zwischen populärer und elitärer oder institutionalisierter Wahrheitsansprüche, noch immer vom Weberischen idealtypischen Konzept des Charismas profitieren kann.

 

Gastvortrag von Gesa Mackenthun

06.03.2012

"Global Plots: Knowledge and Empire in Colonial and Post-Colonial Literature"

Donnerstag, 01. März -- 18:00 Uhr -- Schloss (EW 151)

The lecture addresses the potential of the novel form for expressing global and transhistorical entanglements, demonstrating this feature with reference to selected postcolonial novels e.g. by Ondaatje, Unsworth, and Ann Michaels. It particularly focusses on the representation of the connections between science (esp. space-related sciences) and empire in these texts. This includes processes of forced migration and dispossession.

Gesa Mackenthun holds the professorship for American Literature and Culture Studies at Rostock University. She carried out part of her post-doctoral research at Mount Holyoke College, MA, and at the University of California at Berkeley. From October 2006 to March 2010, Gesa Mackenthun was the spokesperson of the Graduate School "Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs / Cultural Encounters and the Discourses of Scholarship" at Rostock University.

 

Neue Stipendien für das HWS 2012

06.03.2012

Das Promotionskolleg hat acht weitere Stipendien für das HWS 2012 ausgeschrieben. Den Ausschreibungstext finden Sie auf der Startseite.

Glückwünsche zur bestandenen Disputation an Christian Knirsch

21.12.2011

Das Promotionskolleg gratuliert seinem assoziierten Doktoranden Christian Knirsch ganz herzlich zu seiner in der letzten Woche erfolgreich bestandenen Disputation. Wir freuen uns mit Herrn Knirsch und wünschen ihm für seinen weiteren Weg das Allerbeste!

Nur der Kannibalismus eint uns

06.03.2012

Katrin Sperlings Dissertationsschrift, die eine neuartige Perspektive auf das Phänomen der Globalisierung im Kontext zeitgenössischer Kunst schafft, ist soeben im transcript Verlag erschienen. Frau Sperling betrachtet darin die globale Kunstwelt als mehrdimensionalen, diskursiven Raum. Anhand verschiedener sozial- und kulturwissenschaftlicher Theorien und am Beispiel brasilianischer Kunst auf der documenta eröffnet sie eine differenzierte Sicht auf globale Verhältnisse, die über tradierte Binarismen hinausgeht. Weitere Informationen zur Publikation und zur Autorin finden Sie auf der Webseite des Verlags.

Katrin Sperling. Nur der Kannibalismus eint uns. Die globale Kunstwelt im Zeichen kultureller Einverleibung: Brasilianische Kunst auf der documenta. transcript 2011 (ISBN 978-3-8376-1768-9).

Urban Outcasts

06.03.2012

Igor Krstic hält am 8. November an der Universität Maastricht einen Gastvortrag mit dem Titel "The Cinematic Slum. Urban Outcasts, Real and Imagined". Die Vorstellung einer 'cinematic city' wird derzeit sowohl von Filmwissenschaftlern als auch von Stadtsoziologen und -anthropologen diskutiert und bildet den Kontext für Herrn Krstics Forschung über die filmischen Darstellungen von Slums. Wie lässt sich erklären, dass Slum-Filme mittlerweile weltweit entstehen und sich großer Popularität erfreuen? Anhand einiger zentraler Konzepte und Diskurse (etwa der Zusammenhang zwischen Weltkino und Globalisierung) ordnet Herr Krstic diesen Trend für die Filmwissenschaften ein. Als Fallbeispiel nutzt er dafür den komerziell bislang am erfolgreichsten Film, Danny Boyle's Slumdog Millionaire (2008).

Neues aus dem Mittelalter

28.09.2011

Am 7. Oktober 2011 finden die 5. Heidelberg-Mannheimer Werkstattgespräche "Neues aus dem Mittelalter" statt. In diesem Rahmen wird Daniel Wimmer im Historischen Museum der Pfalz in Speyer einen Vortrag halten, der danach fragt, inwiefern historische Ausstellungen als Medium kollektiver Selbstbilder dienen können.

Narrative – Narrative Strategien – Wissenstransfers

05.10.2011

Die siebte Konferenz des Promotionskollegs mit dem Titel FORMATIONS OF THE GLOBAL: Narrative - Narrative Strategien - Wissenstransfers findet am 21. und 22. Oktober in Mannheim statt. Die Tagung wird aus zwei Keynote-Vorträgen für alle Konferenzteilnehmer und zwei jeweils disziplinären Workshops für Historiker und für Literatur- und Kulturwissenschaftler bestehen.

Der geschichtswissenschaftliche Workshop wird sich thematisch mit Identitäts- und Gruppenbildungen sowie deren Bezügen zu „Anderen" befassen. Im Mittelpunkt stehen dabei Narrative und narrative Strategien, die für die Herstellung von Selbst- und Fremdbildern sowie für die Konstruktion von Gemeinschaftsbeziehungen konstitutiv waren und sind. Diese Fragen sollen in Bezugnahme auf Transfers solcher „Gemeinschaftskonstruktionstechniken" erweitert werden.

Der literatur- und kulturwissenschaftliche Workshop wird sich inhaltlich grenz- und epochenüberschneidend mit narrativen Strategien befassen. Zentrale Untersuchungsgegenstände sind dabei Repräsentationen des Globalen durch Intertextualität, Narration, Sprache und Transkulturalität.

Wenn Sie Interesse haben, die Tagung oder einzelne Vorträge und Sessions zu besuchen, freuen wir uns sehr. Weitere Informationen finden Sie bei 'Aktuelle Veranstaltungen'.

Lesung mit Pireeni Sundaralingam

16.02.2012

INDIVISIBLE: the Poetry of South Asian America

27. September 2011 -- 19 Uhr -- Schloss (EW 154)

Die Anthologie Indivisible ist bahnbrechend, denn es ist die erste Lyrik-Anthologie amerikanischer Dichter mit südasiatischen Wurzeln. Die Dichterin und Mitherausgeberin Pireeni Sundaralingam liest und diskutiert einige Gedichte dieser Anthologie. Anhand einer Auswahl ihrer eigenen Werke zeichnet sie außerdem ihre Erfahrungen während des Bürgerkrieges in Sri Lanka, der Immigration und des Exils im Westen nach.

Pireeni Sundaralingam ist ehemalige PEN USA Rosenthal Fellow. Ihre Gedichte werden in amerikanischen und europäischen Magazinen sowie in verschiedenen Anthologien (etwa Amnesty's 100 Poems for Human Rights) veröffentlicht.

Ihre Lyrik wird in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter Tamil, Schwedisch, Vietnamesisch und Gälisch, und ist so erfolgreich, dass Frau Sundaralingam bereits zu Lesungen  im Hauptquartier der Vereinten Nationen und dem International Museum of Women geladen wurde.

Indivisible hat 2011 den California Book Award gewonnen und ist derzeit auf der Shortlist für den 2011 PEN Book Award und den 2011 Before Columbus Foundation Prize.

Ausführlichere Informationen finden Sie bei Aktuelle Veranstaltungen.

Mignolos Border Thinking

13.07.2011

Rebecca Fuchs widmet sich in ihrer Dissertation dem Phänomen einer karibischen Identität. Sie betrachtet "Caribbeanness" als "Kultur der Grenze", als kollektive Erfahrung historischer Gegebenheiten wie etwa Sklaverei, Gewalt und Diaspora. Anhand zeitgenössischer Romane karibischer, in den USA lebender Autoren geht sie der Frage nach, wie die Texte mit Kolonialismus und Diktatur umgehen und dadurch den Mehrwert der karibischen Kultur als emergentes Phänomen herausstellen. Letztlich geht es ihr darum zu zeigen, dass "Caribbeanness" eine lokale Form von Identität ist, die in ihrer Komplexität das Globale zu repräsentieren vermag und somit als ein Modell für Globalität gelten kann.

Die metatheoretische Grundlage der Arbeit stellt Walter D. Mignolos Konzept des "Border Thinking". Mignolo ist Direktor des Center for Global Studies and the Humanities an der Duke University, wo sich Frau Fuchs von September bis Dezember mit Unterstützung der FAZIT-Stiftung als Gastwissenschaftlerin aufhalten wird. Das Promotionskolleg wünscht Frau Fuchs viel Erfolg bei ihrer Arbeit vor Ort und eine gewinnbringende Zeit.

Mit dem Mittelalter die Gegenwart erzählen

01.09.2011

Das Internationale Forschungszentrum Kulturwissenschaften und das Institut für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veranstalten Anfang Juli ein (Post)Graduiertenseminar, das der Frage nachgeht "Brauchen Staaten noch Kulturen?". Daniel Wimmer hält dort einen Vortrag  mit dem Titel "Mit dem Mittelalter die Gegenwart erzählen. Das Mittelalter als Quellgrund territorial verfasster Identitäten des 21. Jahrhunderts".

Freiheit im urbanen Zeitalter

07.06.2011

Florentina Hausknotz' Dissertationsschrift über die Praxis der Freiheit im urbanen Zeitalter erscheint im August 2011 im transcript Verlag. Die Vorankündigung des Titels aus der Reihe 'Urban Studies' finden Sie auf der Webseite des Verlags, über die Sie bereits jetzt Exemplare vormerken können.

Florentina Hausknotz. Stadt denken. Über die Praxis der Freiheit im urbanen Zeitalter. transcript, 2011. (ISBN 978-3-8376-1846-4)

Ding und Identität

16.02.2012

Frederike Felcht hat einen Beitrag für den kürzlich von Rohit Chopra und Radhika Gajjala herausgegebenen Sammelband Global Media, Culture, and Identity. Theory, Cases, and Approaches verfasst. Der Band untersucht, wie globale Medien Beziehungen zwischen Orten, Kultur und Identität formen.

Frau Felchts Kapitel „The Fetishistic Challenge: Things as Mediators of Identity in Nineteenth Century Literature" geht dieser Frage anhand von Texten Hans Christian Andersens und Adam Oehlenschlägers nach. Sie zeigt, welche Rolle Dinge für die Herausbildung globaler Netzwerke und die Konstruktion von Identitäten zwischen lokalen, regionalen und globalen Bindungen spielen. Dabei demonstriert sie auch, dass literarische Texte die wichtige Funktion von Dingen in solchen Prozessen erkennen, während wissenschaftliche Theorien des 19. Jahrhunderts dazu neigen, die Macht der Dinge auszublenden und als Fetischismus abzuwehren.

Fourth International Conference on Global Studies

28.06.2011

Igor Krstic und Melanie Pooch sind als Vortragende zu der 'Fourth International Conference on Global Studies' eingeladen, die im Juli in Rio de Janeiro stattfindet.

Igor Krstics Vortrag wird sich mit Slums, Ghettos und Favelas im zeitgenössischen Weltkino auseinandersetzen. Filme wie Slumdog Millionaire oder Cidade de Deus scheinen in den letzten Jahren einen neuen Trend zu begründen, in jedem Fall aber ein kulturelles Phänomen, dem sich Herr Krstic von drei Seiten nähert - aus soziologischer, filmgeschichtlicher und philosophischer Perspektive. Herrn Krstics Reise wird vom DAAD unterstützt.

Melanie Pooch zeigt in ihrem Beitrag, wie Transkulturalität den bislang propagierten Multikulturalismus ablöst. Sie diskutiert die Begriffe und deren verschiedene Definitionen und Entwicklungen. Am Beispiel globaler Städte wie Los Angeles verdeutlicht sie anschließend, welche Formen der Diskurs der Transkulturalität in der zeitgenössischen Literatur annimmt. Frau Poochs Reise wird von der FAZIT STIFTUNG gefördert.

Glückwünsche zur bestandenen Disputation an Frederike Felcht

25.05.2011

Das Promotionskolleg gratuliert seiner Doktorandin Frederike Felcht ganz herzlich zu ihrer in der letzten Woche erfolgreich bestandenen Disputation. Wir freuen uns mit Frau Felcht und wünschen ihr für ihren weiteren Weg das Allerbeste!

Die Macht der Plantage

04.05.2011

Im Rahmen der 35th Annual Conference of the Society for Caribbean Studies in Liverpool (UK) hält Rebecca Fuchs im Juli einen Vortrag über die anhaltende kolonialisierende Macht der Plantagen im karibischen Raum.

Sie nutzt dabei ein Konzept des Kubaners Antonio Benítez-Rojo, der die Plantage als Maschine betrachtet (‚máquina de la plantación'). Diese Maschine umfasst die verschiedenen Plantagenwirtschaften und ist ein Manifest des Kolonialismus, das bis heute Bestand und Einfluss hat.

Wie können die karibischen Gesellschaften diesem Einfluss nun begegnen? Die Literatur bietet eine Möglichkeit, sich mit der gewaltsamen Vergangenheit auseinanderzusetzen. Sie schildert deren Auswirkungen, liefert aber auch Bewältigungsstrategien, wie Frau Fuchs in ihrem Vortrag aufzeigen wird. Am Beispiel von Junot Díaz Roman The Brief Wondrous Life of Oscar Wao erläutert sie, wie die ‚máquina de la plantación' ihrer Macht beraubt werden kann.

Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Abstract zum Vortrag.

Gesichter der Karibik

28.09.2011

Vortrag und Lesung der Autorin und Kulturbotschafterin Brenda Flanagan

18. Mai 2011 / Fuchs-Petrolub-Saal, Schloss O138 / Beginn 18:30 Uhr

Karibische Literatur erfährt, abgesehen von einigen Ausnahmen, in unseren Breiten noch immer keine breite Rezeption seitens des Lesepublikums. Ab und an lassen sich internationale Erfolge verzeichnen, die dann auch auf Deutsch erscheinen - in den letzten Jahren etwa Junot Díaz' Roman Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao, für den er 2008 den Pulitzerpreis erhielt.

Häufig findet die Literatur der Antillen ihren Weg zu uns aber nicht, was zu bedauern ist, denn die Karibik ist bekanntlich eine kulturell sehr vielfältige Region. Schon bedingt durch ihre geographische Lage treffen dort seit jeher Einflüsse aus aller Welt aufeinander, was sich auch im literarischen Schaffen ihrer Autoren zeigt.

Umso mehr freuen wir uns, am 18. Mai die aus Trinidad und Tobago stammende Autorin Brenda Flanagan bei uns begrüßen zu dürfen. Frau Flanagan, die auch als Kulturbotschafterin für das U.S.-Außenministerium tätig ist, wird in ihrem Vortrag „Possessing Women's Faces" die genannten Einflüsse aufgreifen, indem sie erörtert, wie die Gesichter von Frauen aus aller Welt Eingang in ihre Kurzgeschichten finden.

Im Anschluss an den Kurzvortrag liest Frau Flanagan aus einigen dieser Geschichten und steht dann für Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung bietet später auch Gelegenheit, sich bei einem Glas Wein auszutauschen und sich einen Eindruck von dem Gesamtwerk der Autorin zu verschaffen. Ein Büchertisch hält Exemplare aller ihrer bislang erschienen Romane und Kurzgeschichten zum Verkauf bereit. Wir freuen uns, Sie am 18. Mai um 18:30 Uhr im Fuchs-Petrolub-Saal begrüßen zu dürfen.Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Autorin und zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Webseite im Teil 'Aktuelle Veranstaltungen'.

Unser herzlicher Dank gilt ABSOLVENTUM und Bücher Bender für ihre Unterstützung der Veranstaltung.

CITY Talks

14.09.2011

Am 4. Mai hält Melanie Pooch zum Abschluss ihres Forschungsaufenthalts am City Institute der York University einen Vortrag über die ‚Kulturkontaktzone' Toronto. Am Beispiel des Romans What We All Long For von Dionne Brand porträtiert sie aus literaturwissenschaftlicher Perspektive die globale Stadt als Raum transkultureller Vielfalt. Neben der Ausgestaltung dieses Raums und den darin beinhalteten Bedeutungen, analysiert Frau Pooch vor allem, welche Wechselwirkungen zwischen der Stadt und dem Menschen, der darin lebt, bestehen.

In ihrem Vortrag konzentriert sie sich dabei auf die Gruppe der Einwanderer und öffnet über den intergenerationalen Vergleich auch eine zeitliche Dimension. Welche Herausforderungen stellt  der (neue) Lebensraum Toronto an die erste und zweite Generation der Immigranten? Und welchen Einfluss nehmen sie umgekehrt auf die Stadt? - Hochaktuelle Fragen, deren literarische Verarbeitung Frau Pooch mit ihrem Vortrag genau ins Visier nimmt.

Call for Papers

28.04.2011

Unbestreitbar brodelt in den Slums das Leben, aber ökonomisch wie kulturell handelt es sich hier dennoch um die Kehrseite globaler Realitäten. Soziologen wie Zygmunt Baumann, Mike Davis oder Loïc Wacquant warnen daher vor geradezu apokalyptischen Zukunftsszenarien: Die Exklusions- und Diskriminierungsprozesse der Globalisierung werden die Anzahl der Slums - die „Müllhalden der Moderne" (Baumann) - nur noch stetig wachsen lassen. Die Medien scheinen jedoch alles zu tun, um die populären Mythen, die sich um die globalen Slums ranken, aufrecht zu erhalten, um von dem moralischen Skandalon entweder ganz absehen zu können oder es in dialektischer Weise integrieren bzw. auf den kulturell-ökonomischen Mainstream beziehen zu können.

Igor Krstic, Stipendiat des Kollegs seit September 2009, ist Redakteur des Themenhefts "Medien/Slums" der Zeitschrift Parapluie. Vorschläge für Beiträge zu diesem Themenheft werden bis zum Juli 2011 erbeten an igork73@googlemail.com. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Call for Papers.

Toronto, transkulturell

10.03.2011

Melanie Poochs Dissertation untersucht globale Städte als kreative Zentren. Wie übersetzen diese Städte ihre kulturelle Heterogenität in die Literatur? Frau Pooch vertritt den Standpunkt, dass die literarische Analyse globaler Städte den bisherigen Fokus auf nationale Literatur oder ethnische Minoritätenliteratur überwinden muss. Für ihre Untersuchung nutzt sie daher den ursprünglich lateinamerikanischen Begriff der Transkulturalität. Ihre Dissertation wird aufzeigen, inwiefern die reziproke Beziehung zwischen transkultureller Diversität und Literatur ein wichtiges Thema der ‚Urban Studies' in einer globalen Welt ist. Ihr Augenmerk richtet sich dabei vor allem auf die Beschreibung des 'transkulturellen Romans', dessen Setting die nordamerikanischen Globalstädte New York, Los Angeles oder Toronto bilden.

Frau Pooch wird den März und April in Toronto verbringen, um vor Ort weitere Einsichten in die Thematik zu erlangen. Sie ist Gast an der York University und wird unter anderem einen Vortrag im Rahmen der dortigen CITY Talks-Reihe halten. Wir wünschen Frau Pooch einen erfolgreichen und gewinnbringenden Aufenthalt!

Grenzenlose Kommunikation?

23.02.2011

Vortrag am 16. März in Mainz

networking nite bietet eine Plattform für Neueinsteiger und Interessierte in PR, Werbung und anderen Kommunikationsberufen und hat zum Ziel, den interdisziplinären Austausch zu fördern. Die nächste Veranstaltung des Netzwerks widmet sich der internationalen PR und fragt nach Öffentlichkeiten am globalen Markt.

Eine der dazu geladenen Expertinnen ist Katharina Schroeder-Niederhacke, die seit September 2009 als Stipendiatin des Promotionskollegs zu PR-Strategien transnationaler Unternehmen forscht. Frau Schroeder-Niederhacke ist ausgebildete PR-Beraterin und war vor Beginn ihrer Promotion auch praktisch tätig. In ihrem Vortrag „Grenzenlose Kommunikation? - Die Öffentlichkeitsarbeit globaler Unternehmen" diskutiert sie die Unterschiede globaler und lokaler Kommunikationsarbeit. Welche Medien werden genutzt, welche Inhalte vermittelt und was ist das Ziel der unterschiedlichen Herangehensweisen? Zur Beantwortung dieser Fragen erörtert Frau Schroeder-Niederhacke auch die Sicht der Unternehmen auf die Weltöffentlichkeit.

Die Veranstaltung beginnt am 16. März um 19.30 Uhr. Veranstaltungsort ist die SCHOTT AG in der Hattenbergstraße 10, 55122 Mainz. Die Teilnehmerzahl ist auf 35 Personen beschränkt. Melden Sie sich daher möglichst bald bei julia.piaseczny@networkingnite.de.

Philosophie in Zeiten der Popkultur

13.01.2011

Ermächtigung, spirituelle Bereicherung, Entwicklung der Persönlichkeit, Reichtum, gesellschaftliches Ansehen, Erfüllung - all das können wir erreichen, glaubt man den Selbsthilfe-Lehrern mit dem strahlendweißen amerikanischen Lächeln. Im alltäglichen Sprachgebrauch bezeichnet man diese Lehrer als "Selbsthilfe-Gurus". Ihre alternativen Diskurse und Doktrinen – ihre “kommerzielle Philosophie” – sind ein wesentlicher Bestandteil des diskursiven Segments einer immer globaleren, kommerziellen Popkultur. Diese Kultur fordert das (modernistische) Selbstverständnis von Wissenschaft und Philosophie heraus, als Träger der Kultur und zivilisierende Kraft der Menschheit. Welche Rolle spielt dann aber die Philosophie in einer Gesellschaft, die von globalem Handel und Popkultur beherrscht wird? Dieser Frage widmet sich der kürzlich in den Niederlanden erschienene Artikel von Eric Hendriks:
"Filosofen en goeroes. Oog in oog met culturele mondialisering." In: Filosofie en Praktijk: Praktische Problemen in Filsofisch Perspectief. Fall 2010. Year 31, nr. 3.

Forschungsarbeiten zu Selbsthilfe in China

09.02.2011

Von Februar bis August 2011wird Eric Hendriks in Peking eine empirische Studie zur Rolle der Selbsthilfe-Gurus in den chinesischen Massenmedien durchführen. Die Dissertation von Herrn Hendriks untersucht komparativ anhand der deutschen und chinesischen Öffentlichkeiten, wie sich das immer globalere Feld der Selbsthilfe-Diskurse auf nationaler Ebene manifestiert.
In diesem Frühjahr wird Herr Hendriks die chinesische Fallstudie abschließen und sich dann ab Herbst auf Deutschland konzentrieren. In Peking führt er unter anderem systematische Internetrecherchen zu Berichten über in den Massenmedien präsente Selbsthilfe-Gurus durch. Des Weiteren interviewt er chinesische Journalisten und Intellektuelle zur Rolle der Selbsthilfe in der chinesischen Öffentlichkeit.
Das Kolleg wünscht Herrn Hendriks einen spannenden und erfolgreichen Aufenthalt!


 
 
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