Eric Cornelis Hendriks

 

Knowledge Wars: The Global Competition between Self-Help Gurus and Institutional Authorities

 

Kurzbiographie

  • Geboren: Juni 1985 in Amsterdam
  • 2004-2007: B.A. am University College Utrecht. Liberal Arts and Sciences
  • 2006: Gastsemester an der University of California at Berkeley
  • 2007-2008: Gastsemester an der Georg-August-Universität Göttingen
  • 2008-2009: M.A. an der University of Chicago. Politische Philosophie und Soziologie
  • 2010-2013: Stipendiat des Promotionskollegs 'Formations of the Global'
  • 2014: Disputation
  • weitere Infos unter: www.erichendriks.yourdimensions.nl
  • Kontakt: e.c.hendriks[AT]gmail.com


 

Dissertationsprojekt

Selbstermächtigung, spiritueller Reichtum, persönliches Wachstum, Wohlstand, sozialer Status und Selbsterfüllung – all dies und noch sehr viel mehr sei zu erreichen wie die Selbsthilfelehrer uns erzählen mit einem weißen amerikanischen Lächeln auf den Lippen. Diese Lehrer, die in unserer modernen, kommerziellen Popularkultur mit zunehmendem öffentlichem Einfluss agieren, sind im Alltagsleben als ‚Self-Help-Gurus‘ bekannt. Das Wort ‚Guru‘ hat eine interessante metaphorische Geschichte, denn es entstammt der indischen Sanskrit Sprache. Heutzutage wird das Wort aber häufig benutzt, um die charismatischen Lehrer der Self-Help-Tradition zu beschreiben.

Diese modernen Gurus und ihre Lehren werden derzeit zu einem globalen Phänomen. Folgt man ihren Spuren, so werden wir Zeuge einer irgendwie seltsamen und komplexen Form der Konfrontation: Der globalisierte Diskurs der Self-Help Tradition trifft auf das Wissen verschiedener nationaler Eliten, die den politischen, wissenschaftlichen oder religiösen Institutionen angehören. Beide – Self-Help-Gurus sowie Eliten – reklamieren Autorität in der Öffentlichkeit. Die zentrale Orientierung der nationalen Eliten ist zu einem großen Teil nach wie vor auf die nationale Öffentlichkeit gerichtet. Doch vielleicht zu ihrem Ärger müssen sie jetzt „ihre“ nationalen Öffentlichkeiten mit den Celebrities und alternativen Autoritäten der globalen Popularkultur teilen. Unter diesen gibt es eine Reihe von global operierenden Self-Help-Gurus. Das Resultat dieses Globalisierungsprozesses ist, dass radikal unterschiedliche Typen von Autoritäten immer häufiger miteinander konkurrieren und sei es in einer indirekten Art und Weise. Die Frage, die diese umtreibt, ist: Wer wird im Rampenlicht stehen? Und wer wird die Köpfe und Herzen der Menschen erobern?

Meine Forschung wird diese seltsame und komplexe Konfrontation zwischen den nationalen Eliten und der globalen Oligarchie des Self-Help mit Bezug auf zwei Länder untersuchen: Deutschland und China. In Deutschland, dem „Land der Dichter und Denker“, müssen die Dichter und Denker dem letzten Buch von Dr. Phil über authentisches Leben Platz machen. In China, dem „Land der Mitte“ (中国), tritt die Frage auf, wem es erlaubt ist in der Mitte des Reichs der Mitte zu stehen. Der sozialistische Held Mao? – oder wird Star-TV Oprah Winfrey übertragen?

 

Veröffentlichungen

  • "Filosofen en goeroes. Oog in oog met culturele mondialisering." In: Filosofie en Praktijk: Praktische Problemen in Filsofisch Perspectief. Fall 2010. Year 31, nr. 3, 65-75.
  • "On Atoms and God." Eidos; the University College Academic Magazine. Issue 6, 2007.