Dr. Florentina Hausknotz

  

Stadt denken. Über die Praxis der Freiheit im urbanen Zeitalter

 

Kurzbiographie

  • Geboren am 23.05.1981 in Linz, Österreich
  • Aufgewachsen in Ottensheim bei Linz
  • Volksschule in Ottensheim
  • Realgymnasium in Linz - Matura 2000
  • 2001-2001: Studium der Architektur an der Technischen Universität Wien
  • 2001-2007: Studium der Philosophie an der Universität Wien
  • März 2007: Abschluss des Philosophiestudiums. Diplomarbeit mit dem Titel "Marktplätze im 21. Jahrhundert. Räumlichkeiten des Konflikts"
  • 2007-2009: Stipendiatin des Promotionskollegs "Formations of the Global"
  • 2004-2008 verschiedene Arbeiten am Theater als Regie-, Produktions-, Technikassistenz und Darstellerin
  • seit Januar 2009: Mitarbeit am interdisziplinären Forschungsprojekt "StadtSzenarien als MetaModelle" in Wien, mit dem Architekturbüro PAUHOF
  • seit Februar 2010: Mitarbeit beim Studienprogramm des Trinity College (Hartford/USA) in Wien
  • Kontakt: hausknotz[AT]gmx.at

 

Dissertationsprojekt

Stadt? Überlegungen zur Kommune

"In aller Regel bringen Heterotopien an ein und demselben Ort mehrere Räume zusammen, die eigentlich unvereinbar sind." 1

Erklärt Michel Foucault im Zuge des Radiovortrags "Die Heterotopien". Er scheint mir damit auch eine spannende Beschreibung des Phänomens zu liefern, welches wir Stadt nennen.

Heterotopien sind Räume der Freiheit, des Glücks, die zum Träumen anregen und Unglaubliches möglich erscheinen lassen. Der Garten ist ein altes Beispiel des magischen, des anderen Ortes. Er versinnbildlicht Vielfalt und Lebendigkeit, gibt vor der ganzen Welt Platz zu geben, ein Teppich zu sein, "(...) auf dem die ganze Welt zu symbolischer Vollkommenheit gelangt, und zugleich ist er ein Garten, der sich durch den Raum bewegen kann."2 Der Garten entstand als Heterotopie einer besonderen Art gesellschaftlicher Organisation, oft war er verbunden mit Heiligkeit und bot, inmitten von Gewachsenem, einem magischen oder religiösen Ort Schutz. Eine andere Funktion erhielten Grünflächen als alltägliche Stätten des Flanierens und Kommunizierens. Kurz gesagt, der Garten ist eine Heterotopie, die ihre Funktion im »normalen« Lebensrhythmus der Gesellschaft wahrzunehmen hatte.

Andere Beispiele für Foucaults »Alltagsheterotopien« sind Orte des Rückzugs "(...) für Menschen in biologischen Krisensituationen (...)" 3, Orte beginnender Sexualität, wie das Ziel einer Hochzeitsreise oder Verstecke für die Zeit lebensgeschichtlicher Übergangsstadien, wie jenem der Pubertät.

Fraglich ist: Erleben wir Übergänge auch heute noch in für sie bestimmten Räumen? Welche Schutzmechanismen unserer Körper stehen zur Verfügung? Sind die zeitgemäßen Heterotopien alltägliche oder aber abseits des Lebens situiert?

1 Foucault, Michel (2005): S. 14

2 a.a.O.: S. 15

3 a.a.O.: S. 12

Vorträge

  • an der Universität Wien:"Stadt!" (2008), "Städtische Kritik" (2009), "Stadtszenarien" (2009)
  • Transforma 5 "Moving (Con)Texts", Magdeburg, 10.-12. Juli 2009: "Intellektuelle Grenzgänger oder: Was ist kritisches Sprechen?" (mit Frederike Felcht)
  • "Modeling Spaces – Modifying Societies", Darmstadt, 7.-9. Oktober 2009: "Cities on the verge of spatial war"

  

Veröffentlichungen

  • Florentina Hausknotz. Stadt denken. Über die Praxis der Freiheit im urbanen Zeitalter. transcript, 2011. (ISBN 978-3-8376-1846-4)

Texte im Internet:

  • 2002 "Der Beginn der Philosophie in Indien: Die Upanischaden, ein Überblick." (Proseminararbeit) 
  • 2004 "Der Krieg zum Frieden. Legalistische Theorien im alten China." (Seminararbeit) 
  • 2005 "Afrikanische Philosophie - Betrachtungen aus einem anderen Blickwinkel" (Arbeit zur Vorlesung)
  • 2005 "Kwasi Wiredu - Kultur und Menschheit." (Seminararbeit)  
  • 2007 "Marktplätze im 21. Jahrhundert. Räumlichkeiten des Konflikts" (Diplomarbeit) - die Arbeit ist 2009 im VDM Verlag erschienen und hier erhältlich.
  • Link zu den Texten (31.12.2006)

  

 Lehre

  • Proseminar "Science Fiction! Reise in andere Welten", Universität Mannheim, HWS 2009/10 (zusammen mit Frederike Felcht)
  • Proseminar "MarxleserInnen. Texte aus Philosophie, Literatur- und Kulturwissenschaft", Universität Mannheim, FSS 2009 (zusammen mit Frederike Felcht)